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Bericht zur Erkundung in der Pfarrei der Zukunft Andernach

Zum Begriff "Pfarrei der Zukunft"

Die vorliegenden Dokumentationen beziehen sich auf die „Pfarrei der Zukunft“, wie sie durch den Prozess der Raumgliederung von 2017-2018 umschrieben wurde.

Aufgrund der Aussetzung des Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode von 2013-2016 durch die Kleruskongregation und die anstehende Überarbeitung des Gesetzes wird dieser Raum nicht als kanonische Pfarrei (nach can 515 cic) errichtet.

Trotzdem werden wir die Bezeichnung „Pfarrei der Zukunft“ in den Erkundungsberichten beibehalten, da dieser Begriff in den vergangenen Jahren ein Arbeitstitel für die neu zu gründenden Räume war. Ebenso wäre es ein sehr hoher redaktioneller Aufwand, dies in den vorliegenden Dokumentationen zu verändern, da der Redaktionsschluss vor den Gesprächen des Bischofs mit der Kleruskongregation und dem päpstlichen Rat für die Gesetzestexte lag.

Aus den Rückmeldungen des Rendezvous und im laufenden Erkundungsprozess kristallisierten sich verschiedenen Themenbereiche heraus. In den Gesprächen mit den Menschen vor Ort und in den Institutionen wurden diese weiter konkretisiert. Die im Folgenden zusammengefassten Ergebnisse sind auf dem Hintergrund zu sehen, dass die Erkunder und Erkunderinnen im Auftrag der Kirche auf die Menschen zugegangen sind. Die dokumentierten Aussagen und Inhalte sind somit auch eine selektive Sichtweise mit dem Fokus auf den Adressat Kirche. Die Menschen, die wir aufgesucht und interviewt haben, waren positiv überrascht darüber, dass „die Kirche interessiert was sie denken“.

Sie finden die ausführlichen Kurzdokumentationen zu den Kontakten unter diesem Link als PDF-Download der Gesamtdokumentation (hier: Kapitel 3).  

Themenfelder

  • Gottesdienste und Gottesdienstformen

    In den Gesprächen mit den Menschen der Pfarreien im ländlichen Raum wird die große Sorge um die weitere Entwicklung ihrer Kirchengemeinden deutlich. Die Frage wann und wie zukünftig Gottesdienste gefeiert werden können, steht im Vordergrund. Dahinter verbirgt sich jedoch die große Sorge der Menschen, dass ein Gemeindeleben, wie es bislang noch gepflegt wurde, nicht mehr stattfinden wird. Insbesondere für viele ältere Gemeindemitglieder ist ihre Kirche ein Stück Heimat. Kirchengemeinden im ländlichen Raum wollen auch in Zukunft im Blick sein. Sie wollen nicht, dass die jetzt bestehenden Gemeinden im Rahmen der Strukturreform aufgegeben werden. Sie wollen, dass in ihren Kirchen Gottesdienste, Taufen und Trauungen stattfinden. In Zukunft wird es wichtig sein, klare und verbindliche Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen zu benennen, um den Informationsfluss innerhalb der neuen Strukturen zu gewährleisten. Diese Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen sollten auch verbindlich für die Anliegen der Menschen vor Ort unkompliziert erreichbar sein.

    Ein Fundstück der Erkundung im ländlichen Raum waren kleine Kapellen, die gut gepflegt an Wegrändern zu finden waren.

    In den KiTas der Katholischen KiTa gGmbH, wir waren zum Gespräch in Urmitz, wird mit allen Kindern Gottesdienst im Jahreskreis gefeiert. Die Teilnahme der Kinder an diesen kindgerecht gestalteten Gottesdiensten ist freiwillig. Die Auseinandersetzung der Teams mit Glaubensfragen und die Vorbereitung der Gottesdienste mit den Kindern werden als eine Stärkung der eigenen Identität von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen wahrgenommen.

    Im Rahmen der Aufgaben der Klinikseelsorge im Landeskrankenhaus in Andernach werden Gottesdienste für Patienten, Wohnheimbewohner und auch Mitarbeiter der Klinik angeboten und orientieren sich zudem an den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen. Eine psychische Erkrankung bedeutet für Patienten und Angehörige, „am Rande“ der Gesellschaft zu stehen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Klinikseelsorge sind nah am Menschen und nehmen ihre menschlichen und seelsorgerischen Bedürfnisse wahr. Die Menschen dort abholen wo sie stehen und ihre Bedürfnisse wahrnehmen kann eine wichtiger Ansatz für die Pfarrei der Zukunft sein, weil er zwischenmenschliche Begegnungen erfahrbar macht. 

  • Familie

    In den Rückmeldungen aus dem Rendezvous nahmen die Themenbereiche rund um die Familie einen großen Raum ein. Die veränderten Rahmenbedingungen von Familien erfordern auch eine Veränderung der Blickrichtung von Kirche im Umgang mit den Bedürfnissen von Familien. Neben dem Schutz von Kindern vor Überforderung und Missbrauch sind es die Eltern, die Unterstützung und Hilfe bei ihrer komplexer werdenden Aufgabe der Erziehung benötigen. In einer Zeit permanenter Veränderung suchen Eltern nach Verbindlichkeit und Sicherheit. Hierzu gehört, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern und Kinder ebenso zu ermöglichen, wie auch bezahlbaren Wohnraum für Familien.

    Die Rückmeldungen der Eltern aus Katholischen KiTas wie auch der Kommune zeigen, dass die Arbeit der konfessionellen KiTas sehr geschätzt wird. Eine gute, zuverlässige und stützende Arbeit der Kindertagesstätten- Träger ist ein wichtiger Stützpfeiler für die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe. Eine nochmals spezifischere Unterstützung erhalten unter andern auch Familien durch die Familienbildungsstätte in Andernach und im Rahmen der Arbeit des Quartiersmanagements in Weißenthurm.

    Die wertschätzende Grundhaltung der Familienbildungsstätte, „jeder ist willkommen“, schaff t einen Ort der Begegnung. Durch Befragungen werden die Bedürfnisse und Themen der Besucher ermittelt. Die Angebote der Familienbildungsstätte sollen Impulse für den Familienalltag geben. Die Ziele sind: Stärkung und Unterstützung von Eigenverantwortung, Kompetenz und Haltung.

    Das Quartiersmanagement hält in Weißenthurm ein Beratungsangebot vor, welches durch Familien und Einzelpersonen genutzt werden kann. Diese Komm-Struktur erfordert eine Motivation, diese Angebote wahrzunehmen. Die Mitarbeiter des Quartiersmanagements bieten an Schulen und Ortsteilen verschiedene Projekte zur Unterstützung von Familien an. Sie gehen zu den Menschen hin. Für alle genannten Bereiche ist die Vernetzung vor Ort elementar. Keine Institution kann ohne die Kooperation mit anderen Trägern agieren.    Themenfeld Kinder und Jugendliche  Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen sind eng verknüpft mit dem Besuch von Kindergarten und Schule. Der Freizeitbereich verändert sich zudem durch ein zunehmendes Ganztagsangebot der Einrichtungen und den Zugang zu digitalen Medien. Die grundsätzliche Haltung der Wertschätzung aller Personen ohne Ansehen ihrer Herkunft, Religion und Geschlecht ist eine Grundlage für eine gelingende Arbeit in Kindergarten und Schule. Kinder und Jugendliche benötigen eine geschützte Lebenswelt um sich gesund zu entwickeln und sich auszuprobieren.

    Im Rahmen ihrer Arbeit als Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral vertritt diese die Interessen der Kinder und Jugendlichen in politischen und kirchlichen Gremien. Diese Lobbyarbeit ist neben der Schulung und Unterstützung von ehrenamtlichen Gruppenleitern eine wesentliche Tätigkeit. Der Versuch, mittels eines Flyers über die Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral die Gruppen der 72-Stunden- Aktion zu animieren, eine Rückmeldung an das Erkundungsteam zu geben, blieb ohne Reaktion. Vermutlich fanden die meist doch kirchennahen Gruppen keine Zeit hierzu, da die Aktion alleine schon von vielen Eindrücken und Aufgaben gefüllt ist. Möglicherweise hat zudem der schriftliche Kommunikationsweg diese Erkundung misslingen lassen, denn unsere direkten, persönlichen Erkundungskontakte waren effizienter.

    In verschiedensten Gesprächen mit kirchlichen und politischen Vertretern wird der von ihnen wahrgenommene, zunehmende Rückzug der Kirchen aus der offenen Jugendarbeit als eine falsche Entscheidung bewertet. Armut und Einsamkeit von Kindern, Jugendlichen und jungen Menschen wird besonders sichtbar in den Ausgabestellen der Tafeln

  • Beeinträchtigte und kranke Menschen

    Im Haus St. Franziskus in Weißenthurm leben erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung. Sie besuchen in der Regel eine Werkstatt für Behinderte und haben ihren Lebensmittelpunkt in den familienähnlich organisierten Wohngruppen, teilweise mit lebenslangem Wohnrecht. Die Wohngruppen sind seit 1989 in der Ortsmitte von Weißenthurm heimisch. Die Bewohner sind in den Ort integriert und nehmen gerne die Angebote wahr. Es ihnen wichtig, in einer engen Verbindung mit den Bewohnern und Bewohnerinnen im Ort zu stehen. Sie selbst bereichern mit dem Repertoire ihrer Band manches Fest. Die Integration vor Ort wird jedoch zunehmend schwieriger, da das ehrenamtliche Engagement allgemein zurückgeht. Die Bewohner sind auf die ehrenamtlichen Angebote in ihrem Sozial- und Lebensraum angewiesen. Der Träger des Wohnheimes legt großen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort. Es ist sein Anliegen, in der Pfarrei der Zukunft Ansprechpartner zu finden, um im Sinne der Bewohner und Bewohnerinnen des Wohnheimes gut zusammen zu arbeiten und zu kooperieren.

    Die Rhein-Mosel Fachklinik in Andernach beherbergt, neben der Allgemeinpsychiatrie, die Sucht-und Sozialpsychiatrie, Gerontopsychiatrie und anderen Fachgebieten auch heilpädagogische Heime und Außenwohngruppen sowie die Klinik Nette Gut für die forensische Psychiatrie. Die Klinikseelsorge arbeitet mit Menschen „am Rande der Gesellschaft“ und deren Angehörigen. Es ist berührend, wie die Seelsorge für die Menschen erfahrbar wird durch das Engagement vor Ort. Die Nähe zum Menschen, sowohl zu Mitarbeitern wie auch den Patienten, wird an diesem Ort bereits gelebt. Die kirchlichen Mitarbeiter sind an dieser Stelle da für die Menschen, um sie in ihrem Alltag und ihren Krisen zu begleiten.    Themenfeld Ehrenamtliches Engagement  Die Ehrenamtsarbeit ist ein grundlegendes Element unserer Gesellschaft. Im Rahmen unserer Erkundung konnten wir verschiedene Formen von Engagement kennenlernen.

    In den Kirchengemeinden sind es, neben den Messdienern, Pfadfindern, Kommunionhelfern und Lektoren, die vielen ehrenamtlichen Frauengemeinschaften, die Aufgaben im Verborgenen übernehmen. Die kirchlichen, aber auch die kommunalen Vertreter fürchten um den Verlust dieses Ehrenamtes, da ihnen nicht klar ist, wo die Ehrenamtlichen in der neuen Struktur in der Pfarrei der Zukunft ihren Platz haben werden. Wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit ist, zeigte sich während der sprunghaft angestiegenen Flüchtlingszahlen im Jahr 2015, was ohne das Ehrenamt nicht zu bewältigen gewesen wäre. Diese extreme Herausforderung machte jedoch auch deutlich, dass ein professionelles Koordinieren und Begleiten der Helfer unverzichtbar war. Die „Helfenden Hände“ in Weißenthurm konnten durch ein multiprofessionelles Team aus Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen verschiedenster Träger eine Steuerungsgruppe besetzen, die diesen Prozess der Begleitung ehrenamtlich Helfender koordinierte.

    Eine weitere Form professionell begleiteter ehrenamtlicher Arbeit wird durch die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe, kurz: WeKISS, geleistet. Diese wird unter anderem durch das Land Rheinland-Pfalz finanziert und betreut auch Selbsthilfegruppen im Bereich Andernach. Die Kontakt- und Informationsstelle arbeitet fach- und indikationsgruppenübergreifend. Sie unterstützt alle, die auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe sind und hilft sowohl fachlich als auch logistisch bei der Neugründung einer Gruppe. Sie organisiert eigene Projekte wie Clown-Doktoren, Ehrenamtsbörsen für Bürger oder die selbsthilfegestützte Seniorenarbeit. Auf die Sorgen und Nöte der Bürger reagierend wurde in der Verbandsgemeinde Weißenthurm, auf Initiative des Verbandsbürgermeisters, im Mai 2019 ein Bürgerhilfeverein gegründet. Dieser ausschließlich ehrenamtlich aufgestellte Verein hat sich das Ziel gesetzt, dass sich junge und alte Menschen gegenseitig, entsprechend ihren Möglichkeiten, unterstützen und sich unter die Arme greifen.  

  • Arbeit im Sozialraum

    Es ist wichtig sich auf den Weg zu machen!

    Die Erkundungsgänge in der Pfarrei der Zukunft Andernach sind sinnbildlich für viele andere Gemeinden zu sehen. Sie geben ein Stimmungsbild wieder zu den Fragen, Ängsten und Ideen der Menschen vor Ort.

    Stadtteilbegehung in Weißenthurm:

    Im Vorbereitungstreff en, welches im Vereinsheim der katholischen Kirche in Weißenthurm stattfand, wurden die Widerstände gegen die Strukturreform des Bistums und den Erkundungsprozess offensichtlich. Bezogen auf den Erkundungsprozess kommt dieser, aus Sicht der Anwesenden, zum falschen Zeitpunkt. Der methodische Ansatz der Sozialraumorientierung wurde sehr kritisch gesehen, da Kirche kein Feld der Sozialarbeit sei – „Kirche ist keine Sozialarbeit“. Die sozialräumliche Methode der Stadtteilbegehung wurde daher kritisch hinterfragt. Trotz aller Skepsis waren acht Miterkunder und Miterkunderinnen bereit mit dem Erkundungsteam an einer Stadtteilbegehung teilzunehmen. Es wurden die Bereiche: Bahnhof/Pilau, Hauptstraße/Hoche Denkmal und der Wohnblock Raiffeisenstraße erkundet. Der Bereich Wohnpark Nette blieb außen vor. Die Aufgabenstellung war, den eigenen Lebensraum neu wahrzunehmen und zu entdecken, genau hinzuschauen, das Verhalten der Menschen zu beobachten und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Dass auf den Weg machen in mir unbekannte Räume, erschließt neuen Eindrücke und Sichtweisen. An die Orte zu gehen, wo ich vorher noch nie war und von sich aus nicht hingegangen wäre, dies wurde als eine positive Erfahrung von den Erkunderinnen und Erkundern wahrgenommen. Diese Orte können durchaus in der unmittelbaren Umgebung sein und doch unbekannt. 

    Ortsbegehung in Kretz, eine Filialgemeinde von St. Dionysius in Kruft:

    Aus der Ortsbegehung und den Kontakten mit den Menschen in Kretz ergaben sich diese Grundfragen: Werden wir als Filialgemeinde auch in Zukunft im Blick sein und unterstützt werden? Warum darf in unserer Kirche keine Taufe mehr stattfinden? Hinter diesen Fragen steht der Wunsch nach Erhalt der Gemeinde und der Möglichkeit in ihrer Kirche ein kirchliches Leben zu bewahren. Es besteht eine große Ratlosigkeit und Sorge um die Zukunft. 

    Erkundung in Plaidt

    Auf Initiative von Herrn Pfarrer Kurp wurde gemeinsam eine Erkundung in Plaidt geplant und an einem Samstagvormittag umgesetzt. Die Bereiche im Neubaugebiet, der Eichener Straße und die Alte Andernacher Straße wurden erkundet. Die Resonanz auf die Einladung zur Stadtteilbegehung war gering. Neben zwei Erkundern nahmen noch vier weitere Personen an diesem Termin teil. Neugier war die Motivation zur Planung dieser Stadtteilbegehung. Neugier darauf, Neues in der Gemeinde zu entdecken und auf Menschen zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Es bestätigte sich die Annahme, dass Kontakte zu Menschen nur geschaffen werden können, wenn wir hingehen und somit auf sie zugehen. Es wurde die Idee eines „Walking Dinner“ geboren. Fundstücke aus dieser Stadtteilbegehung waren die Wegkreuze und Kapellen, die gepflegt am Wegrand zu sehen waren. Wer kümmert sich um diese Fundstücke? Welchen Platz hat „Volksglauben“ in der Gemeinde? Die Identifizierung der Menschen in den dörflichen Strukturen mit ihrem Brauchtum und ihrer Heimat ist ein wichtiger „Klebstoff “ in unserer Gesellschaft, den es nicht zu unterschätzen gilt.  

  • Vernetzung und Kommunikation

    „Helfende Hände“

    Die sieben Träger: Quartiersmanagement und Verbandsgemeinde Weißenthurm, Caritasverband Koblenz, Dekanat Andernach-Bassenheim und Pfarrgemeinde Weißenthurm, evangelische Kirche und das Jobcenter, hatten das gemeinsame Ziel die ehrenamtlichen Helfer, für die ankommenden Flüchtlinge im Jahr 2015, zu begleiten und zu unterstützen. Die Vernetzung der verschiedenen Träger im Rahmen dieser komplexen Problemlage schaffte ein konstruktives Klima in der professionellen Zusammenarbeit. Die kollegiale Kommunikation verschiedener Professionen in dieser schwierigen Situation war möglich, weil alle „Player“ gemeinsame Ziele verfolgten: Die Begleitung und Unterstützung der ehrenamtlich tätigen Helfer um eine erste Integration der ankommenden Flüchtlinge zu ermöglichen.

    Kindertagesstätten

    Kindertagesstätten, für die Pfarrei der Zukunft Andernach exemplarisch die KiTa gGmbH, sind mit ihren Angeboten in den jeweiligen Sozialräumen vor Ort eingebunden und gut vernetzt. Gesellschaftliche Entwicklungen in den Gemeinden erleben sie in ihrem Alltag mit den Kindern und ihren Eltern hautnah. Durch die Zusammenarbeit mit den Kommunen und Schulen ergibt sich ein Netzwerk, welches viele Aspekte der Lebenswelten von Familien mit Kindern wiederspiegelt. Hier könnte eine enge Vernetzung Entwicklungen wahrnehmen, analysieren und mögliche Lösungen entwickeln. Eine externe professionelle Begleitung wird für Erzieherinnen und Erzieher aufgrund ihrer komplexen Arbeitssituation mit den Eltern und den Kindern als notwendig wahrgenommen.

    Die Vernetzungen und Kooperationen im Sozialraum der Pfarrei der Zukunft Andernach wurde exemplarisch in der Arbeit des Quartiersmanagements, der Fachstelle für Kinder- und Jugendpastoral, der Selbsthilfegruppen, der Vereine und ehrenamtlichen Gruppen in den Kirchengemeinden kennengelernt. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist „gesellschaftlicher Klebstoff “ der in seiner Vielfalt wirkt und von engagierten Menschen getragen wird.

    Zwei Grundsatzfragen wurden im Rahmen der Gespräche immer wieder gestellt:

    • Wie können diese Institutionen und Gruppen zukünftig mit der Pfarrei der Zukunft kooperieren?
    • Wer wird für sie Ansprechpartner oder Ansprechpartnerin vor Ort sein?   

Rückmeldung zur Außenwahrnehmung von Kirche

In den Gesprächen mit kommunalen Vertretern, Eltern und Passanten wurde eine positive Wahrnehmung von Kirche mit den Institutionen Kindergarten, Schule und Caritas verbunden.

Die Wahrnehmung der Strukturreform und Themen der Kirche im Allgemeinen sehen die Menschen als eine „Beschäftigung der Kirche mit sich selbst“.

Seitens der kommunalen Vertreter wird der wahrgenommene zunehmende Rückzug aus dem KiTa Angebot ausdrücklich bedauert. Die Kirche gebe an dieser Stelle die Vermittlung religiöser christlicher Werte auf. Es entsteht der Eindruck, dass dieser Rückzug in erster Linie finanzielle Gründe habe.

Nach dem, ebenfalls wahrgenommenen, zunehmenden Rückzug aus der kirchlichen Jugendarbeit wird diese inzwischen durch andere kirchliche und nichtkirchliche Träger übernommen.

Folgende drei Aussagen sind exemplarisch für eine Grundstimmung an der Basis:

  • Ist der Mensch ein Christ – nur wenn er Kirchensteuer zahlt?
  • Der Weg des Bistums, Großpfarreien zu schaffen, ist falsch und wird kein Geld sparen.
  • Die Gläubigen vor Ort werden nicht mitgenommen.   

Unsere Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnisse im Prozess

Nachdem der Erkundungsprozess abgeschlossen ist, fassen wir noch einige Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnisse aus dem Erkundungsprozess zusammen. Dabei handelt es sich um Themen, die wir übergreifend in den drei Pfarreien der Zukunft (Andernach, Bad Neuenahr- Ahrweiler und Koblenz) wahrgenommen haben. Wir formulieren sie auf dem Hintergrund der Synode und der Sozialraumorientierung als leitender Methode der Umsetzung und Erkundung.

  • Kommunikation

    „Kommunikation ist alles“, so wird gerne gesagt. Auch uns ist das Thema „Kommunikation“ als erstes in den Sinn gekommen, als wir diesen Punkt zusammenfassen wollten.

    Wir waren darüber erstaunt, dass Kommunikationswege (wie Briefe, die Homepage, Flyer), in Bezug auf den Erkundungsprozess im Bistum Trier, nur sehr wenig bei Haupt- und Ehrenamtlichen zum Verständnis dessen beigetragen haben. Die Intention der Einladung zum Rendezvous (es geht um die Erkundung und die Gewinnung von Miterkundern) – kam oftmals nicht an. Bei vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab es andere Erwartungen, nämlich Informationen zur Synode zu erhalten und um ein Forum, um Bedenken und Ängste äußern zu können.

    Eine Erfahrung aus dem Einstieg in die Erkundung in den verschiedenen Pfarreien der Zukunft: die erste Kommunikation prägt so stark, dass das Gelingen oder Misslingen des Prozesses davon abhängen kann. Schnell gibt es Missverständnisse, vor allem sprachlicher Art. Kommunikation auf Augenhöhe ist wichtig, damit Botschaften hinter den Aussagen gesehen und gehört werden können, bzw. nicht gemeintes benannt und erkannt werden kann. Kommunikation ist also abhängig von Beziehungen, ist mehrschichtig (Thema: Beziehung – Sprache – Zielrichtung, Sprachfähigkeit erhalten und herstellen).

    Eine weitere Fragestellung: wo werden Informationen nicht kommuniziert? Die Kommunikation von Informationen ist stark abhängig von sehr unterschiedlichen Strukturen. In den zukünftigen Pfarreien der Zukunft muss geklärt sein, wie Haupt- und Ehrenamtliche zu Informationen kommen und wie sie weitergegeben werden.

    In diesem Zusammenhang ist zu klären, welche Kommunikationsmittel und -medien geeignet sind und welche Kanäle genutzt werden können. Dazu braucht es technisches Verständnis (z.B. bei der Erstellung einer Homepage), zudem ist die Arbeit zeitintensiv. Vor allem braucht sie Kompetenzen, die in Zukunft zur Verfügung gestellt werden sollten, und zwar in jeder Pfarrei der Zukunft.

    Positiv haben wir die Arbeit mit den Erkunder-Postkarten erlebt. Sie sind kurz und prägnant, die Aussagen und Fotos sprechen die Menschen an, sie entsprechen dem heutigen Kommunikationsverhalten, sie sind nicht nur kirchenspezifisch erstellt, sie sind visuell einfach schön. Ihre Symbolik erschließt sich von selbst, Kommunikation über das Erkunden wird möglich. Sicher können sie auch in Zukunft weiter eingesetzt werden.  

  • Die Vielfalt der Player im Raum

    In der heutigen Gesellschaft hat die Kirche und haben kirchliche Einrichtungen keine selbstverständliche Aufmerksamkeit mehr. Ihre Relevanz schwindet. Die Vielfalt der sozialen Einrichtungen unterschiedlicher Träger ist groß.

    Von Seiten der Kirche (auf allen Ebenen, auch „vor Ort“) wird meistens nur innerkirchlich geschaut, andere Player sind nicht im Blick. Und selbst innerkirchlich ist nicht allen alles bekannt, vertraut und schon gar nicht vernetzt. Dies wird deutlich in den Bedarfen nach Unterstützung und Vernetzung. Wie geschieht dies in der Pfarrei der Zukunft?

    Ist die Synodalversammlung, in der alle vorkommen, die als Kirchorte organisiert sind, das zentrale Vernetzungsorgan? Was ist dann mit den Kontakten zu anderen Konfessionen, zu nichtkirchlichen Einrichtungen und Trägern? Wie entsteht Kontakt zu ihnen? Durchgehend wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass andere Einrichtungen (inner- wie außerkirchlich) oft nicht im Blick sind. Ökumenische Kontakte müssen als wesentliche Aufgabe weiter ausgebaut werden.

    Aus sozialräumlicher Sicht erscheint es sinnvoll, dass sich die kirchlichen Träger noch weiter öffnen und in die Gesellschaft hinein gehen, sich dort positionieren und Haltung zeigen. Kirche muss nicht alles selber tun. Es lohnt sich zu kooperieren. Wir müssen lernen, in Kooperationen Chancen zu entdecken.

    Es gibt eine Vielfalt an Möglichkeiten, als Kooperationspartner aufzutreten. Solche Partner lassen sich erkundend entdecken, wenn der Sozialraum als etwas Gemeinsames für die Menschen wahrgenommen wird.

    Innerkirchlich fehlen oft Orte (Konferenzen), in denen sich kirchliche Einrichtungen regelmäßig treffen sich austauschen.

    Kirchliche Träger müssen/können sich auf dem Markt platzieren, sonst nehmen andere den Platz ein; das geschieht zunehmend beispielsweise im Bereich der Kindergärten. Will Kirche das Feld räumen? Dieser Eindruck entsteht. Die Bürgermeister haben dieses Thema meist an erster Stelle genannt.

    Sie benennen auch die Gefahr, dass die Kirche hinten runter fällt, dass andere Träger wichtige Bereiche übernehmen und die Kirche gesellschaftlich irrelevant wird. Die Pfarrei der Zukunft sollte das im Blick behalten. Christen haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung für Themen, die ihnen wichtig sind.  

  • Ansprechpartner der Zukunft 

    genau hinschauen, hinhören, Arbeitsbereiche strukturieren, organisieren ...

    In fast allen Kontakten wurde der Wunsch deutlich und der Hinweis gegeben, dass es in der Pfarrei der Zukunft Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen braucht. Das bedeutet verlässliche Zuständigkeiten für Orte, Gremien, Initiativen und Gruppen, sprich: für alle „Orte von Kirche”.

    Nach unserer Wahrnehmung ist es für die Menschen vor Ort außerordentlich wichtig, klar zu strukturieren, zu organisieren und vor allem transparent zu veröffentlichen, wer für was zuständig ist.

    Es braucht eine Öffentlichkeitsarbeit und Infrastruktur, die Informationen verbreitet und zugänglich macht. Das ist für die unterschiedlichen Bedürfnisse und Kompetenzen der Menschen nötig. Vermutlich müssen es unterschiedliche Medienkanäle sein. Dazu gehören auch feste und verlässliche Ansprechpartner vor Ort, mit guter Erreichbarkeit, sowie Kontaktstellen und Transparenz auf allen Ebenen. Die Veröffentlichung wichtiger Informationen und deren Abrufbarkeit muss sichergestellt werden.

    Wie fließen die Ergebnisse der Dokumentationen ein in die Arbeit der Pfarrei der Zukunft? Unseres Erachtens sollten die Ergebnisse dieser Erkundung und weiterer Erkundungsprozesse in eine qualitative Öffentlichkeitsarbeit implementiert werden.

    Die Erkundung selbst soll zukünftig zur Daueraufgabe werden, zu einer Haltung: sozialraumorientiert denken, planen und handeln.

    Bei aller Forderung nach festen Ansprechpartnern darf nicht die Eigeninitiative, die Ermächtigung „wir können selbst was ans Laufen bringen“ gebremst oder eingestampft werden. Das gilt für das Selbstverständnis der „Verantwortlichen“ genauso wie für das Selbstbewusstsein der Menschen, die mit ihren Charismen das Leben der „Orte von Kirche“ gestalten sollen. Auch hier gilt weiterhin was die Synode formuliert hat: „Charismen gehen vor Aufgaben“. 

"In der Erkundung haben wir erlebt, dass jeder Ort wertvoll ist. Dass man überall Menschen findet, die für ihr Thema brennen oder sich begeistern lassen. Das hat uns sehr berührt. Und es lässt uns an die Gegenwart Gottes in jedem Menschen glauben. Das haben wir hautnah gespürt."  

  • Alles ist exemplarisch

    Erkundung kann nur exemplarisch sein. Dieser Satz, den wir auch zu Beginn gerne verwendet haben, hat sich sehr bewahrheitet.

    Die Erkundung blieb exemplarisch. Die Arbeit mit Miterkundern braucht Zeit im Prozess, schon deshalb, weil man auswählen muss und Zeit nur sehr begrenzt zur Verfügung stand. Es gab bei den Rendezvous zu Beginn eine Vielzahl von Themen, die von den Teilnehmern genannt wurden, aber nur relativ wenige Themen kamen zum Tragen. Hinzu kommt, dass wir auf Interessen gestoßen sind, die vordergründig nur schwer mit dem sozialräumlichen Ansatz zu vereinbaren waren. Es waren aber Themen, die den Leuten auf den Nägeln brannten.

    So bleibt noch einmal zu betonen, dass gewonnene Informationen für alle Pfarreien der Zukunft wertvoll sein können und man sicher aus der Fülle der Erkundungsprozesse im Bistum Anregungen für viele Bereiche finden wird.

  • Widerstände – Eins vor, zwei zurück

    Eine prägende und immer wiederkehrende Erfahrung war, dass wir innerkirchlich vieles als eng und widerständig erfahren haben, außerkirchlich haben wir viel Offenheit erlebt. Zum einen haben viele Menschen mit der Kirche (der Pfarrei, dem Pastor, dem Bistum …) Erfahrungen gemacht, in denen Ablehnung, Verbote und Enge im Vordergrund standen. Für die Zukunft wird in der Pfarrei der Zukunft anderes erhoff t, aber es bleiben die Bedenken. Das wiederum führt zu einem „Widerstand“ gegen diese Systeme, was zeigt, dass es den Menschen nicht gleichgültig ist, was aus der Kirche und ihren Gemeinden wird.

    Auch das wollen wir sagen: Schwierige Begegnungen gab es beim Zusammentreff en in pastoralen Gremien, vor allem mit Hauptamtlichen, was uns teilweise sehr erstaunt hat. Misstrauen und Ablehnung ist uns in dieser Form bisher beruflich noch nicht begegnet. Mit der Zeit konnten wir das so einordnen, dass wir glauben, dass es um unsere Rolle als Erkunder ging und nicht um uns als Menschen. Aber das zu schaff en, war nicht immer einfach. Zudem ist uns völlig klar, dass diese Erfahrungen auch nur exemplarisch waren

    Außerkirchlich sind wir fast immer auf offene Ohren und Türen gestoßen. Viele Experten fanden den Ansatz der Erkundung gut und waren bereit, über ihr Verhältnis zur Kirche Auskunft zu geben. Das galt für dienstliche wie auch für private Sichtweisen. Hier gab es teilweise drastische Beschreibungen und Einschätzungen von der aktuellen Situation der Kirche und den Pfarreien.

    Gleiches gilt für Begegnungen im Bereich der Ökumene. In den anderen Kirchen gibt es eine hohe Kooperationsbereitschaft, die wir bei aller Beschäftigung mit unseren eigenen Themen nicht vergessen dürfen.

    Und auch wenn es inhaltlich nicht ganz passt: bei den Caritasverbänden versteht man sehr gut, was Erkundung im Sozialraum bedeutet. Dort arbeitet man schon vielfach so. Die Pfarreien der Zukunft können sich dort immer Rat und Hilfe holen!   

  • Ehrenamtliche im Blick behalten

    Das vielfältige Engagement von vielen Ehrenamtlichen in unseren Gemeinden und Verbänden wurde uns bei jedem Erkundungsprojekt deutlich. Das ist keine „neue“ Erfahrung – aber sie gehört unbedingt an dieser Stelle nochmals betont.

    Erkundung mit Miterkundern auf den Weg zu bringen, das braucht Zeit! Aber es lohnt sich für alle Beteiligten. Auch Ehrenamtliche hatten „Lernerfolge“, verstanden, dass sich erkundend ganz neue Perspektiven und Sichtweisen auftun [ PROTOKOLLE].

    Wichtig ist, die Menschen vor Ort abzuholen, ihre Interessen und ihren Willen ernst zu nehmen und ihr Engagement zu fördern.

    Es gibt sie immer noch, die Menschen, die Spaß dran haben sich an kirchlichen Systemen zu orientieren und sich einzubringen, vor allem zu Themen, die ihnen wichtig sind. Sie brauchen Unterstützung in dem Bewusstsein „dass sie dürfen“ – damit sie sich zuständig fühlen und Verantwortung übernehmen.

    Was hilft Ehrenamtlichen in ihrem Tun? Für die Pfarrei der Zukunft brauchen sie schlanke Strukturen, kurze Wege zu Hauptamtlichen, überschaubare Arbeitsbereiche, das Wissen voneinander und auch eine verlässliche Erreichbarkeit ihrer Ansprechpartner. Und Anerkennung für das, was sie tun. 

  • Und noch einmal: Kooperationen und Strukturen

    Immer wiederkehrend waren natürlich Themen der Synodenumsetzung. Viele dieser Fragen werden sicher in den kommenden Monaten zu beantworten sein.

    Wie werden Einrichtungen (Caritas, Behinderte, ökumenische Projekte) Orte von Kirche? Welche Wege dorthin soll es geben?

    Es wird sowohl Aufgabe des Caritasverbandes, als auch der zukünftigen Pfarrei der Zukunft sein, diese Einrichtungen zu informieren und einzuladen, sich als Orte von Kirche zu benennen. Hierzu müssen Pfarrei der Zukunft und Caritas stärker kooperieren. Die Zugänge zu den entsprechenden Informationen und dem notwendigen Wissen muss zur Verfügung gestellt werden.

    Und zuletzt: wie werden die Themen aus der Erkundung so umgesetzt, dass daraus Orte von Kirche entstehen. Sicher werden dafür Miterkunder sorgen. Kann es aber auch Aufgabe der Pfarrei der Zukunft (des Leitungsteams, des Rates der Pfarrei) sein, „von oben“ Erkenntnisse aus der Erkundung zum Handeln in der Pfarrei zu machen? Damit diese Zeilen nicht nur „geduldiges Papier“ bleiben? 

Zufälliges Fundstück statt Resumée

„Alle Jahre wieder ist die Bestürzung in den christlichen Kirchen groß, wenn die neue Mitgliederstatistik veröffentlicht wird. Gegen die Demografie ist auch die Kirche machtlos. Nicht aber gegen die 4900 Austritte in einem Jahr alleine in der pfälzischen Landeskirche. Von der reinen Zahl her sind das mehr als zwei Kirchengemeinden. Seit vielen Jahren kämpft die Landeskirche gegen diesen Trend. Zahlreiche Beratungsangebote sollen den Gemeinden helfen, vitaler zu werden, mit einem besseren Konzept an die Arbeit zu gehen, Ehrenamtliche besser einzubinden oder stärker in den Sozialraum der weltlichen Gemeinde hineinzuwirken. Zudem werden die Kirchengemeinden angehalten, mehr zu kooperieren und eigene Schwerpunkte herauszubilden. Und seit einigen Monaten gibt es auch die Möglichkeit, unverbindlich Neues auszuprobieren. Allein, die Entwicklung der Mitgliederzahlen beeindruckt dies bisher nicht.“

Dieses Fundstück auf www.evangelisch.de  vom 13. August 2019, also während der Erstellung der Dokumentation zum Erkundungsprozess, beschreibt sehr schön, dass die großen Kirchen überall vor den gleichen Herausforderungen stehen. Auch manche Antwort ähnelt sich. Auch unsere Anregungen. Sie sind Ergebnisse unseres Erkundungsprozesses.