Was ist das:

Erkundung?

Die Rahmenbedingungen der Erkundung

Insgesamt gibt es 30 Erkunderinnen und Erkunder. 20 Personen sind im Auftrag des Bistums Trier dabei; dazu gehören Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten, Priester und Diakone, eine Pfarrsekretärin und eine Erzieherin. 10 Personen kommen aus den örtlichen Caritasverbänden. Jede und jeder hat dafür 25 % seiner Arbeitszeit zur Verfügung. Es ist geplant, dass es insgesamt 10 Teams gibt, mit je drei Personen. Die Teams werden in ihren Professionen gemischt zusammengesetzt sein.

Erkundung heißt wahrnehmen

Der Prozess des Erkundens ist ein gemeinsames Wahrnehmen und Entdecken der Gegebenheiten vor Ort. Gemeinsam heißt: Die Erkundungsteams werden mit Ihnen hinschauen, was Sie an Ihren Orten, in Ihren Straßen, in den Gemeinden und Gruppierungen sehen und entdecken. Schätze werden gehoben, die für Sie und das kirchliche Leben von Bedeutung und zentral sind.

Ebenso wird es wichtig sein, auch das anzuschauen, was sich außerhalb des Gemeindelebens abspielt. Wahrzunehmen, welche Gruppen und Institutionen es gibt, was die Themen der Menschen sind, die im „normalen“ Gemeindeleben nicht präsent sind, Orte zu entdecken, die für die Menschen eine Bedeutung haben, Kontakte zu suchen zu Fremden, Kirchenfernen, Menschen anderer Religionen, …

Neues wird dadurch in den Blick geraten, was sie vielleicht anregt und berührt. Und sicher ist dieses Entdecken damit verbunden, dass Gespräche stattfinden, dass Beziehung geschieht, dass Menschen sich anregen und irritieren lassen.

Erkundung ist...

  • eine Haltung
  • geistlich
  • exemplarisch
  • ein Weg
  • vorbereitet

Erkundung als Haltung

Für die Erkunderinnen und Erkunder ist es deswegen besonders wichtig, mit welcher Haltung sie in die Erkundung hineingehen.

Erkunderin und Erkunder sein heißt, einen gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess in Gang zu setzen. Die Teams werden Orte und Räume der Begegnung schaffen für die Menschen in den geplanten Pfarreien der Zukunft, und sie werden mit den Instrumenten der „Sozialraumerkundung“ gemeinsam mit ihnen ein Entdecken und Wahrnehmen der etwas anderen Art ermöglichen und durchführen. Das setzt voraus, dass die Erkundungsteams immer beteiligungsorientiert arbeiten, dass sie ihre Arbeit  transparent gestalten und aufmerksam, wertschätzend und aktivierend in der Begegnung agieren.

Erkundung als geistlicher Prozess

Erkundung ist immer auch ein geistlicher Prozess, sowohl für die Erkundungsteams als auch für die Menschen vor Ort. Die Erkundung wird dazu anregen, das Gesehene und Erlebte in Verbindung mit dem Evangelium zu bringen; Erkunder und "Erkundete" werden sich den Fragen stellen, die sich stellen, wenn sie das Wahrgenommene auf dem Hintergrund der christlichen Botschaft anschauen und beleuchten (lassen).

Erkundung ist exemplarisch

Erkundung geschieht immer exemplarisch. Erkundung kann nicht flächendeckend geschehen. Und doch soll möglichst Vieles in den Blick genommen werden.

Die Erkundungsteams werden nicht jede Gruppierung und Initiative besuchen können. Aber sie können mit den Menschen und den Gremien überlegen, wie die Erkundung vor Ort aktiv zu gestalten ist, wie interessierte und engagierte Miterkunderinnen und Miterkunder mitmachen können..., so dass die Erkundung zum gemeinsamen Wahrnehmen und Sehen wird.

Erkundung als Weg in die Pfarrei der Zukunft

Sicher wird es in der Erkundungs-Zeit viele Wahrnehmungen und Erfahrungen geben; vielleicht werden Ideen entstehen, wie diese Entdeckungen zur Entwicklung und Gestaltung der Pfarrei der Zukunft beitragen können. Um das zu sichern, sollen genau diese Wahrnehmungen und Erkenntnisse in  Absprache mit den beteiligten Personen auch dokumentiert werden.

Wie können sich Gruppen, Gremien, Einrichtungen...
auf die Erkundung vorbereiten?

Die beste Vorbereitung sind Neugier und Offenheit, sich auf das Neue einzulassen. Wir freuen uns, wenn Sie die Erkunderinnen und Erkunder willkommen heißen und wenn Sie sich gemeinsam mit ihnen auf den Weg des Erkundens einlassen.